FH Schmalkalden
Campus der FH Schmalkalden

Alltäglicher Wahnsinn hoch 14

2. Sep 2010

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Gepostet von Clarissa in Allgemein0 Kommentare

 Ich finde jetzt, in den Semesterferien, ist ein guter Zeitpunkt gekommen euch von meinem normalen Alltag während des Studiums zu erzählen. Die Bewerbungsfrist ist fast vorbei (für einige Studiengänge kann man sich, dank einer Verlängerung,  noch bis zum 15. September bewerben), also werde ich hoffentlich nicht zu viele von ihrem Studium abbringen können ;-)

Ein ganz normaler Tag in einer 14-Personen WG:

5:34 Uhr      WÜUWÜUWÜU – Na toll, schon das zweite Mal in dieser Woche Feueralarm, dabei haben wir doch erst Mittwoch.  Ich dreh mich um und schlaf weiter. Das heißt, das würde ich gerne, aber leider ist es zu laut. Na gut, dann steh ich halt auf und schau aus der Tür, ob mir schon Flammen entgegenschlagen. Negativ. Der Gang ist leer, kein anderer ist davon aufgewacht oder zumindest steht niemand deswegen auf.

6:29 Uhr      Unsere Reinigungskraft, die unseren Gang und die Klos putzt, hackt beim Wischen mit dem Mopp gegen meine Tür. Warum sie so früh putzt? Das wüsste ich auch gerne!

7:00Uhr      Mein Wecker klingelt.

7:25 Uhr      Mein Wecker klingelt zum 5ten mal. Blöde Snooze-Taste! Jetzt bin ich schon wieder spät dran! Ich springe viel zu schnell aus dem Bett und mir wird schwindelig. Ich krache gegen den Schrank, der an der gegenüberliegenden Seite meines Zimmers steht (also fast 1m von meinem Bett entfernt), gehe ins Bad und begrüße eine meiner Mitbewohnerinnen, die bereits fertig ist und auf dem Weg in ihr Zimmer.

7:55 Uhr      Eigentlich müsste ich jetzt los, wenn ich pünktlich zur Vorlesung kommen will, aber ich bin noch nicht mit dem frühstücken fertig. Naja, ich kann ja dann rennen. :-P

8:06 Uhr      Mist, ich finde mein Handy nicht. Chris (mein Mitbewohner und Kommilitone) hat auch schon zweimal geklopft. Genervt gebe ich nach 15 Sekunden die Suche auf.

8:20 Uhr      Chris und ich kommen 5 min zu spät – wieder mal ;-)

13:15 Uhr      Mhh, lecker, heute gibt’s Chili con Carne in der Mensa. :-D Danach habe ich Spanisch.

16:00 Uhr      Ich komme heim. Mal sehen, was mache ich denn heute? Eigentlich sollte ich mal Joggen gehen, ich habe schließlich zwei Tafeln Schokolade gefrühstückt und lernen sollte ich auch mal… Egal, das mach ich später, erstmal schauen, wer so da ist.

17:00 Uhr      Ich konnte Jörn dazu überreden, dass er mir etwas kocht. Damit er nicht auf die Idee kommt, dass ich ihm helfen könnte, rede ich ununterbrochen.

17:25 Uhr      Normales Studentenessen ist nach spätestens 25 min fertig. Wir essen, auf klapprigen Bürostühlen sitzend, in der Küche.  Inzwischen haben wir 8 kaputte Stühle hier stehen, die wahrscheinlich von Vorbewohnern hier „vergessen“ wurden. Seltsamer Weise scheinen es jeden Tag mehr zu werden. Im Backofen macht gerade jemand das ultimative Studentenessen: eine Pizza. Das Backpapier brennt. Sollte es mich eigentlich beunruhigen, dass bei sowas der Feueralarm nie losgeht?

20:00 Uhr      Ich geh zum Salsa-Kurs, den ich übrigens jedem empfehlen kann.

22:10 Uhr      Ich bin wieder daheim und würde jetzt eigentlich gerne duschen gehen, aber mein Shampoo ist weg. Mein Klopapier auch. Wer klaut Klopapier?! Bei Shampoo kann ich es ja grade noch verstehen, aber Klopapier?!

1:00 Uhr      Wir (einige meiner Mitbewohner und ich) haben noch einen Film geschaut und ich geh jetzt ins Bett. Gelernt habe ich wieder nichts. Naja, morgen ist ja auch noch ein Tag. :-D Im Bett finde ich mein Handy, welches ich seit heute morgen vermisst habe, ein Buch, zwei Kugelschreieber, ein Fineliner und ein Haarspray. Ich lese und schreibe ja oft auf dem Bett liegend, aber wie zum Teufel kommt mein Haarspray hierher?! Zu müde, um darüber zu sinnieren, versuche ich die Geräuschkulisse auszublenden und einzuschlafen.

3:20 Uhr      Ich werde vom lauten Geklapper in der Küche wach…Warum meine asiatischen Mitbewohner immer mitten in der Nacht kochen werde ich wohl nie verstehen. Meine Nachbarin scheint das nicht zu stören, ich höre ein leises Schnarchen aus ihrem Zimmer. Wären die Wände noch dünner könnte man durchschauen …

Ich hoffe das schreckt euch nicht zu sehr ab, denn in einer so großen WG zu leben hat auch Vorteile. Zum Beispiel ist man nie allein, es ist immer jemand da und wach! Außerdem muss man nicht halbsoviele Sachen kaufen, wie jemand, der alleine wohnt. Ob Staubsauger, Mikrowelle, Toaster, Wasserkocher… was man braucht kann man leihen. Falls ihr noch einen Wohnplatz sucht, dann schaut doch mal auf diese Seite: Studentisches Wohnen

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